Links überspringen

Konzert am Ewigkeitssonntag

„Ich steh hier und singe“

Sonntag, 22. November 2026, 17:00 Uhr

Vorverkauf

E-Flyer

Barockorchester Concerto Ispirato, Hannover, Leitung: Iris Maron

Bach Ensemble Zürich, Leitung: Ulrich Meldau

 

J.S. Bach: Kantate « Ich hatte viel Bekümmernis“ BWV 21, Motette „Jesu, meine Freude“ BWV 227

H. I. F Biber: Sonata X in G moll

G. Ph. Telemann: Konzert TWV 54

Die Kantate „Ich hatte viel Bekümmernis“ BWV 21 passt hervorragend in die Zeitenwende zwischen Ewigkeitssonntag und 1. Advent.  Der Ursprung des Werks beschäftigt bis heute die Forschung. Sie könnte eine Musik zur Bewerbung auf eine Stelle ebenso gewesen sein wie eine Trauermusik. Auf Letzteres deutet die klagende Sinfonia zu Beginn und der Eingangschor „Ich hatte viel Bekümmernis“.

Aber bereits hier wird die Klage aufgebrochen mit der virtuosen Passage „Deine Tröstungen erquicken meine Seele“. Im weiteren Verlauf spannt sich ein Entwicklungsbogen, der Leid und Kummer in Trost und Vertrauen wandelt und im Schlusssatz – unter Beizug von Trompeten – gar in grossen Jubel ausbricht: „Lob und Ehre und Preis und Gewalt sei unserm Gott in Ewigkeit“, einer anderen Ewigkeit als die der Trauer des Ewigkeitssonntags.

Zuvor ist die Motette „Jesu, meine Freude“ BWV 227 zu hören. Deren 11 Sätze bestehen einerseits aus den Strophen des Kirchenlieds „Jesu, meine Freude“. Andererseits vertont Bach in fünf Sätzen Text aus dem 8. Kapitel des Römerbriefes. Durch den Geist Christi sind wir verwandelt zu neuem Leben. Mit dieser Gewissheit können wir auch durch die finstere Täler gehen. Hervorstechend und so gut in die heutige Zeit passend: „Tobe, Welt, und springe, ich steh hier und singe“

Das Barockorchester Concerto Ispirato aus Hannover ergänzt mit passender Instrumentalmusik von Biber und Telemann, von letzterem ein strahlendes Trompeten-Concerto.

Miriam Feuersinger, Sopran

Tim Lehmann, Tenor

Günther Theilacker, Bass